Blütezeit

Gerne erinnern wir uns an die dreiteiligen Unterhaltungsabende mit Konzert, Theater und Show, welche das Baarer Kulturleben bereicherten und unbestrittene Höhepunkte in unserem Vereinsleben darstellten. In dieser Blütezeit kannte das Mandolinenorchester noch keine Nachwuchssorgen. Am 60-jährigen Jubiläum, welches im Jahr 1984 gefeiert werden konnte, zählte das Orchester gemäss Zeitungsartikel im Zugerbieter 44 Mitglieder. Auf dem entsprechenden Vereinsfoto sind 41 Aktive abgebildet. Stehend in der hinteren Reihe befinden sich Theaterschauspieler aus den eigenen Reihen.

Die Aufführungen des Mandolinenorchesters Baar waren so bekannt und von Erfolg gekrönt, dass sich der Gemeindesaal an drei Abenden jeweils zum Bersten füllte. Vielfach mussten auch interessierte Gäste abgewiesen werden. Am Samstagnachmittag fand jeweils – sozusagen als Hauptprobe – eine Kinderaufführung statt, welche auch immer sehr gut besucht war. Der Konzertteil beschränkte sich damals allerdings auf den Auftritt des Jugendmandolinenorchesters.

Das Mandolinenorchester Baar und sein Jugendorchester eröffneten jeweils den traditionellen Vereinsabend. Auf dem Programm standen Märsche, Walzer, Tangos, Serenaden, Potpourris etc. sowie für Mandolinenorchester arrangierte Ouvertüren und Melodien aus Opern und Operetten. Das Repertoire, abwechslungsreiche und gefällige Melodien, orientierte sich sozusagen am Geschmack des Publikums. Der Applaus bewies die Richtigkeit dieses Konzepts. Interessierte können in den erhaltenen Konzertprogrammen schmökern.

Im zweiten Teil stellten talentierte Laienschauspieler, vorwiegend aus den Reihen der Familien Speri und des Orchesters, in turbulenten und witzigen Theateraufführungen ihr Können unter Beweis. Die humoristischen Szenen rissen das Publikum zu wahren Lachstürmen hin und liessen die Zuschauer die Sorgen des Alltags vergessen. Szenenapplaus und tosender Schlussapplaus waren Belohnung für die jeweils grossartige und mitreissende theatralische Leistung der Schauspieler.

Im dritten Teil, als Showblock produziert, konnte das Publikum aktuelle Schlager, vergangene Hits, Sketches und Witze am laufenden Band geniessen. Mitglieder des Vereins profilierten sich in Gesangs- oder Instrumentaldarbietungen als Solistinnen oder Solisten. Hit auf Hit folgten in diesem Teil durchmischt mit Witzen eines Conféranciers, der durch die Show führte. Das Tüpfelchen auf dem i bildeten dabei die aufwändig gestalteten Kulissen, entworfen und zusammengebaut von den Gebrüdern Speri, bemalt von Malermeister Paul Fischer.