Der Ursprung des Mandolinen-Orchesters Baar (MOB) geht zurück auf einige italienische Musikanten, die in Restaurants der näheren und weiteren Umgebung von Baar zum Tanz aufspielten. Im Jahre 1924 gründeten diese Mandolinisten und Gitarristen zusammen mit gleichgesinnten Schweizern das Mandolinen-Orchester Baar. Josef Speri senior übernahm die musikalische Leitung des neu gegründeten Orchesters, welches von nun an regelmässig an die Öffentlichkeit trat. Dass das MOB auf eine über 90-jährige Vereinsgeschichte zurückblicken kann, ist ein wesentlicher Verdienst von Josef Speri junior, der 1965 die Nachfolge seines verstorbenen Vaters am Dirigentenpult angetreten hat. Bis zum Anfang der neunziger Jahre gehörten dank ihm und seinen beiden Brüdern Emilio und Hans nebst dem Orchesterauftritt auch Theaterschwänke sowie Showblocks mit Sketches und Schlagern zu den Höhepunkten des jährlichen Konzert- und Unterhaltungsabends.

Der Boom der Unterhaltungs- und Freizeitindustrie brachte mit der Zeit einige Veränderungen. Das MOB reduzierte seinen Jahresanlass auf einen reinen Konzertabend. Andere Vereine, Gruppen oder Solisten treten dabei als Gäste auf und bereichern damit das Programm. 1995 löste Peter Holzer als dritter musikalischer Leiter in der Geschichte des Mandolinen-Orchesters Baar Josef Speri junior am Dirigentenpult ab. Ende Oktober 2012 setzte sich Peter Holzer wieder in die Reihen der Mitspieler. Danach dirigierte bis 2015 Tatjana Osipova, eine hervorragende Musikerin und Dirigentin, unser Orchester.

Seit 2016 steht das MOB unter der Leitung von Pavel Pozdnyakov, einem jungen, dynamischen und kompetenten Gitarristen. Der Konzertabend, welcher einmal pro Jahr im Gemeindesaal in Baar stattfindet, sowie die „Ständli“ in den Betagten-Heimen sind Tradition geblieben. Gelegentlich tritt das Orchester auch bei Gottesdiensten in der Kirche oder an Firmen- oder Vereinsanlässen auf. Das MOB zählt heute 22 Aktivmitglieder. Ausser den musikalischen Aktivitäten pflegt der Verein auch die Geselligkeit. So sollen gemeinsame Reisen, Nachtessen und dergleichen den Kontakt unter den Mitgliedern fördern.